SIR SIMON RATTLE (DIRIGENT)

Sir Simon Rattle wurde 1955 in Liverpool geboren. Seit 2002 ist er der Chefdirigent der Berliner Philharmoniker und Künstlerischer Leiter der Berliner Philharmonie. Für die selbstkritische künstlerische Integrität des Dirigenten spricht allein schon die Tatsache, dass er 1989, als ihn die Berliner Philharmoniker erstmals auf die Liste möglicher zu wählender Chefdirigenten setzten, das Angebot mit der Begründung ablehnte, dass er dafür noch zu jung wäre.

Seine Ausbildung erhielt er an der Royal Academy of Music in London. 1971 begann er dort als 16-jähriger zu studieren. 1974 schloss er das Studium erfolgreich in den Fächern Klavier, Schlagzeug und Orchesterleitung ab. Bereits im selben Jahr gewann er den Ersten Preis des internationalen John-Player- Dirigentenwettbewerbs: eine dreijährige Anstellung als Assistenzdirigent des Bournemouth Symphony Orchestra und der Bournemouth Sinfonietta. Nach verschiedenen Engagements als Gastdirigent wurde er 1980 zum Chefdirigenten des City of Birmingham Symphony Orchestra berufen. Tourneen durch nahezu ganz Europa, den Nahen Osten, die USA und Kanada brachten ihm den Ruf eines der weltbesten Dirigenten ein. 1994 wurde er von der englischen Königin Elisabeth II. zum Sir in den Ritterstand erhoben. Im Juni 1999 wählten ihn die Berliner Philharmoniker zum neuen Chefdirigenten und Künstlerischen Leiter. Anfang September 2002 gab Sir Simon Rattle in dieser Funktion sein Debüt in Berlin.

Die Zahl der Auszeichnungen, die Sir Simon Rattle seit 1974 erhalten hat, ist kaum mehr zu überblicken.

2009 erhielt er das Bundesverdienstkreuz für seine musikalischen Leistungen sowie für sein vorbildliches Engagement mit den Berliner Philharmonikern im Rahmen des Education-Projekts Zukunft@BPhil. Für sein Engagement in der Jugendförderung erhielt er Anfang 2007 die Goldene Kamera. Er und die Berliner Philharmoniker sind Internationale UNICEF-Botschafter.

Sir Simon Rattles immens breit gefächertes Repertoire reicht von der Alten Musik bis zur Moderne, vom Lied über Sinfonien bis zur Oper. Gleich drei Mal wurde er bisher für herausragende CD- Veröffentlichungen mit dem Grammy ausgezeichnet.

Bereits zu Beginn seiner Arbeit mit den Berliner Philharmonikern rief Rattle das Education-Programm Zukunft@Bphil ins Leben. Eines der Projekte dieses Programms wurde im Jahr 2003 durch den Dokumentarfilm Rhythm Is It! überaus bekannt: 250 Berliner Kinder und Jugendliche aus 25 Nationen studierten mit dem Choreographen Royston Maldoom ein Tanzprojekt zur Musik von Strawinskis "Sacre du Printemps" ein. Von den Berliner Philharmonikern begleitet, fand die Aufführung in der Arena Berlin statt. Eindringlich dokumentiert der Film, ausgezeichnet mit dem Bayerischen Filmpreis und dem Deutschen Filmpreis, die Entstehung und Realisierung dieses Projekts und war ein enormer Publikumserfolg.

Internationale, große Aufmerksamkeit errang Sir Simon Rattle mit den Berliner Philharmonikern auch durch das Online-Portal Digital Concert Hall. Seit 2008 werden hier fast sämtliche Abonnementskonzerte des Orchesters live für ein Millionenpublikum in aller Welt übertragen.

MICHAEL BEYER (REGISSEUR)

Michael Beyer gehört zu den wichtigsten deutschen Regisseuren, die sich auf die Umsetzung von Musik für Film und Fernsehen spezialisiert haben. Ob Direktübertragung, Feature oder Dokumentation – Beyer gehört zu den Könnern, wenn es darum geht, die Sprachen der Musik und des Bildes miteinander zu verbinden. Er studierte ursprünglich Klavier und Musiktheaterregie sowie an der New York Film Academy. Danach arbeitete er als Spielleiter an der Hamburger Staatsoper sowie als Regisseur in Oldenburg, Bielefeld, Nürnberg und Heidelberg. Erste TV-Erfahrungen sammelte er als Regieassistent von Georg Wübbolt und Brian Large. Große Erfolge hatte Michael Beyer als Regisseur von spektakulären Live-Übertragungen, zum Beispiel einer Übertragung mit Lang Lang aus der Verbotenen Stadt in Peking, sowie dem viel beachteten Gastspiel der New Yorker Philharmoniker und Lorin Maazel in Nordkorea.

Michael Beyer arbeitet kontinuierlich mit der Produktionsfirma EuroArts Music zusammen, die auch BERLINER PHILHARMONIKER IN SINGAPUR: A MUSICAL JOURNEY IN 3D produziert hat.

In 2010 inszenierte er für den Fernsehsender ARTE die viel beachtete Dokumentation Alles in einer Hand – Der Pianist Paul Wittgenstein, dabei führte er nicht nur Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch. Zu seinen wichtigsten Produktionen zählen drei Kino-Live-Übertragungen des Los Angeles Philharmonic Orchestra mit seinem Dirigenten Gustavo Dudamel, einem Mahler-Zyklus mit Claudio Abbado (2003-2010), Live-Übertragungen der Bayreuther Festspiele in den Jahren 2009-2011 sowie mehrere Produktionen mit den Wiener Philharmonikern. Michael Beyers Arbeit zeichnet sich dadurch aus, dass er immer nach der optimalen visuellen Gestaltung von Musik und deren Interpretation sucht. Nie schieben sich bei ihm die Bilder in den Vordergrund, werden jedoch auch nicht zu beliebigem, austauschbarem Beiwerk. Beyer gelingt es, Musik auf sensible Art ein Gesicht und eine Gestalt zu verleihen. Dies zeigt er nun meisterhaft mit BERLINER PHILHARMONIKER IN SINGAPUR: A MUSICAL JOURNEY IN 3D.

TOMAS ERHART (KAMERA)

Tomas Erhart gilt weithin als einer der zurzeit besten Kameramänner im deutschsprachigen Raum und hat sich in mehreren Ausstellungen auch als pointierter Fotograf einen Namen gemacht. Seine Filmkarriere, in deren Verlauf er inzwischen an rund fünfzig Filmen mitgearbeitet hat, startete er 1980 als Tonassistent, bevor er ein Jahr später als Kameraassistent begann. Schon früh hat er sich besonders intensiv dem Genre des Dokumentarfilms zugewandt, immer aber auch an Fernseh- und Kinofilmen wie dem Schimanski-Tatort Sünde (2005) mitgearbeitet. Seit seinem Debüt als Kameramann des Spielfilms Feuer, Eis und Dynamit (1990) hat er regelmäßig Herausragendes im Kino geleistet, zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Regisseur Volker Schlöndorff, dessen bewegendes Anti-Nazi-Drama Der neunte Tag (2004) er fotografiert hat. Sein bisher bedeutendster Musikfilm ist Lang Lang: The Third Dimension at Berghain (2010), bei dem er bereits Erfahrungen mit der ihn begeisternden 3D-Technik sammeln konnte. Tomas Erhart, der mit zahllosen Auszeichnungen geehrt wurde, ist Mitbegründer der Filmakademie Baden-Württemberg.

 

BERND HELLTHALER (PRODUZENT)

Bernd Hellthaler hat die EuroArts 1979 in Stuttgart gegründet, die heute in Berlin niedergelassen ist.

EuroArts hat sich besonders als Produzent und mit dem Vertrieb von audio-visuellen Musikprogrammen einen Namen gemacht. Besonders im Bereich der Klassischen Musik, Jazz und World Music ist das Unternehmen einer der Marktführer. Seit 2004 gehört EuroArts der Medici Gruppe an. Heutzutage ist die EuroArts in der Produktion und im TV Vertrieb tätig, sie betreibt eines der wichtigsten DVD Labels im Bereich der Klassischen Musik und einen Fernsehkanal in Asien.

Als Produzent hat Bernd Hellthaler an mehr als 150 Musik Programmen und Filmen mitgewirkt, z. B. Fateless (2003/2004, Wettbewerbsbeitrag Berlinale 2005) und Yasmin (2003/2004, Wettbewerbsbeitrag Locarno 2004) sowie an Dokumentationen, z. B. Blue Note (1997) und Jazz Seen (1999/2000). BERLINER PHILHARMONIKER IN SINGAPUR: A MUSICAL JOURNEY IN 3D gehört zu den aufwändigsten Produktionen, die Bernd Hellthaler bisher realisiert hat.

Zahlreiche internationale Preise wie ein Oscar (als Koproduzent für Reise der Hoffnung), Peabody Award und Emmy Nominierungen (für Blue Note und Robby Robertson) oder der deutsche Multimediapreis zeigten das Qualitätsbewusstsein und die Innovationskraft des Unternehmens.

Eine annähernd 20 Jahre lange Zusammenarbeit verbindet ihn mit den Berliner Philharmonikern.

Seit 2009 ist Bernd Hellthaler Chief Executive der Medici Arts Group zu der neben EuroArts auch die Idéale Audience Group SAS in Paris gehört.

Bernd Hellthaler ist Mitglied des Beirats der Filmakademie Baden-Württemberg sowie Vorstandsmitglied des International Music Centre (IMZ) in Wien.

www.euroarts.com
www.medici.tv